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Fachgebundene und allgemeine Hochschulreife an der BOS
Seit mehreren Jahren gibt es an den Beruflichen Schulen in Rendsburg die Fachoberschule Agrarwirtschaft (FOS Agrar). Sie hat zahlreichen Auszubildenden der Landwirtschaft und des Gartenbaus nach Abschluss ihrer Lehre den Weg zu einem Fachhochschulstudium ermöglicht. Nach einem Jahr Vollzeitunterricht konnten die Schüler durch eine schriftliche und mündliche Prüfung in den vier Kernfächern Deutsch, Mathematik , Englisch und Agrarbiologie die Allgemeine Fachhochschulreife erlangen. Weitere Unterrichtsfächer sind Physik, Chemie, Agrarökonomie, Datenverarbeitung und Agrarpolitik/Gemeinschaftskunde. Aufnahmevoraussetzungen für den Besuch der FOS sind der Realschulabschluss sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die Allgemeine Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an allen Fachhochschulen des Bundesgebietes. Absolventen der Fachhochschule Landbau hatten in den letzten Jahren hervorragende Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Auch bei Hofnachfolgern ist die Qualifikation des Fachhochschulabschlusses zunehmend stark gefragt. Rückmeldungen unserer Schüler bestätigten uns, dass die Fachoberschule Agrarwirtschaft eine gute Vorbereitung auf ein solches Fachhochschulstudium bietet. Der Abschluss der FOS Agrarwirtschaft ist vergleichbar mit dem erfolgreichen Absolvieren der Klasse 12 des Gymnasiums. Neu ist nun im kommenden Schuljahr, dass die Schülerinnen und Schüler bei uns auch den Abschluss der Klasse 13 machen können. Hierzu wurde vom Bildungsministerium eine zweite eigenständige Schulform geschaffen, die sich Berufsoberschule Agrarwirtschaft (BOS Agrar) nennt. Die Berufsoberschule schließt an die Fachoberschule an und erteilt nach erfolgreicher Prüfung das fachgebundene Abitur. Hiermit können die Absolventen dann auch ein Universitätsstudium an einer wissenschaftlichen Hochschule aufnehmen. Als zweite Fremdsprache wird bereits in der FOS Französisch angeboten.Die Teilnahme am Französichunterricht ist Bedingung für die Erteilung der Allgemeinen Hochschulreife. Falls keine zweite Fremdsprache belegt wird, kann lediglich eine fachgebundene Hochschulreife vergeben werden. Diese berechtigt nur zum Studium von agrarbezogenen Studiengängen. Aufnahmebedingung für den Besuch der BOS Agrar ist der Abschluss einer Berufsausbildung im Berufsfeld Agrarwirtschaft (Landwirt, Gärtner usw.) sowie der Nachweis der Fachhochschulreife. Der Besuch der vorangehenden Fachoberschule (FOS) ist nicht zwingend vorgeschrieben, das heißt es können auch Bewerber aufgenommen werden, die ihre Fachhochschulreife auf anderem Wege (z.B. am Gymnasium) erlangt haben. Die FOS und die BOS sind also zukünftig zwei völlig selbständige Schulformen, die jeweils mit einer eigenen Prüfung und einem eigenen Abschlusszeugnis beendet werden. An der bewährten Schulform der FOS ändert sich zukünftig im Prinzip nichts. Es werden lediglich die Lehrpläne überarbeitet und auf beide Schulformen abgestimmt. Auszubildende der Landwirtschaft oder des Gartenbaus haben zukünftig also zwei Möglichkeiten, nach Abschluss ihrer Lehre noch einen höheren Schulabschluss zu erwerben:
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