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Ausbildung zur Landwirtin, zum Landwirten

Ziel, Dauer und Abschluß der Ausbildung
Die Berufsschule ist der schulische Dualpartner in der landwirtschaftlichen Berufsausbildung., Sie vermittelt berufstheoretische Grundlagen und Kenntnisse der landwirtschaftlichen Produktionstechnik und erweitert die Allgemeinbildung.


Zur Zeit werden 8 Fachklassen für den Ausbildungsberuf „Landwirtin/Landwirt“ angeboten. Davon sind zwei Klassen für Praktikanten und Schüler mit verkürzter Ausbildung vorgesehen. Der Unterricht findet in Teilzeitform statt und ist folgendermaßen organisiert:

1. Ausbildungsjahr: wöchentlich 2 Berufsschultage mit insgesamt 14 Std.
2. Ausbildungsjahr: wöchentlich 1 Berufsschultag mit 8 Stunden
3. Ausbildungsjahr: wöchentlich 1 Berufsschultag mit 8 StundenBerufsschüler auf dem Versuchsfeld

Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr finden zusätzlich 6 Projekttage pro Jahr statt, an denen sich die Schülerinnen und Schüler ganztägig mit einem Thema umfassend auseinandersetzen (z.B. Bodenuntersuchung und Erstellen von Grünlandnarben, Beurteilung von Zuchttieren etc.)

 

Folgende Fächer werden an der Berufsschule unterrichtet:
* Wirtschaft/Politik
* Landwirtschaftskunde (Pflanzliche Erzeugung)
* Landwirtschaftskunde (Tierische Erzeugung)
* Landtechnik
* Kommunikation/EDV

Der Unterricht wird von qualifizierten Lehrkräften erteilt (Dipl-Ing.agr. mit II. Staatsexamen für das Höhere Lehramt). Der Landtechnikunterricht findet in den Werkstätten der DEULA statt und wird in verblockter Form mit Unterstützung der DEULA-Fachlehrer durchgeführt.

Die Berufsschulpflicht endet mit der bestandenen Berufsabschlussprüfung vor dem Prüfungsausschuß der Landwirtschaftskammer. Die Berufsschule erteilt ein Abschlusszeugnis, das weitere allgemeinbildende Abschlüsse enthalten kann (u.a. Realschulabschluß).

Weiterbildungsmöglichkeiten
Die landwirtschaftliche Berufsausbildung eröffnet zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten: Unmittelbar nach Abschluß der Berufsausbildung kann die einjährige Fachoberschule besucht werden (Ziel: Allgemeine Fachhochschulreife). Nach Ableistung von Praxiszeiten steht der Besuch der Landwirtschaftsschule und Höheren Landbauschule offen, um eine qualifizierte Betriebsleiterqualifikation zu erreichen. Durch den nachträglichen Erwerb der Fachhochschulreife kann schließlich ein Fachhochschulstudium aufgenommen werden, wobei die Lehre als volle Praktikumszeit angerechnet wird. Studienabsolventen des Fachbereichs Landbau haben derzeit hervorragende Berufsperspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Viele Abiturienten ziehen die verkürzte zweijährige Lehre einem Praktikum vor, um für das Studium der Agrarwissenschaften an der Universität besser gerüstet zu sein.


Anmeldung
Voraussetzung für den Besuch der Berufsschule ist der Abschluß eines Ausbildungsvertrages oder Praktikantenvertrages. Das BBZ der Landwirtschaftskammer ist bei der Suche nach geeigneten Ausbildungsbetrieben behilflich. Die Anmeldung zur Berufsschule erfolgt am ersten Schultag nach den Sommerferien. Die genauen Termine werden durch das Bauernblatt bzw. durch das Mitteilungsblatt des Bauernverbandes bekannt gegeben.

Nähere Auskünfte bei der Landwirtschaftsschule