Projekttag Tierbeurteilung

von Kira Ledochowski

Probenanalyse Futteranalyse
Am 16.03.2017 stand für die Auszubildenden der Mittelstufe 1 ein Projekttag an. Der Lehrplan schreibt für die Berufsschüler im zweiten Ausbildungsjahr insgesamt drei Projekttage vor. An diesen Tagen sollen den Schüler/innen sowohl pflanzenbauliche Maßnahmen als auch Aspekte aus der Tierischen Produktion, auf einem Betrieb näher gebracht werden. Erlerntes aus der Schule wird vor Ort in der Praxis angewendet und umgesetzt. Das Fach Landwirtschaftskunde teilt sich in die Bereiche „Pflanzliche Produktion“ und „Tierische Produktion“ auf. An unserem ersten Projekttag haben wir den Fokus auf die tierischen Aspekte gelegt, mit den Schwerpunkten:
• Lineare Tierbeurteilung
• Klauenpflege bei Milchkühen
• Strukturbewertung des Futters
Nachdem wir uns alle Einmaloveralls übergezogen hatten, konnte der gemeinsame Projekttagbeginnen. Eingeleitet wurde er mit der Vorstellung des Betriebes durch den Betriebsleiter Herrn Kühl, welcher seinen Betrieb bereitwillig für die gesamte Klasse zur Verfügung gestellt hatte, vielen Dank! Unterstützung haben wir bei der linearen Tierbeurteilung durch Herrn Koch von der RSH erhalten. Am Beispiel mehrerer Kühe und Färsen hat er den Schüler/innen einen Einblick in die Vorgehensweise bei der linearen Tierbeurteilung gegeben. Die Schüler/innen haben selbst aktiv werden können und im Gespräch gelernt, auf welche Parameter besonderer Wert gelegt wird. Dabei hatten die jungen, angehenden Landwirte/innen die Chance unter anderem die Hintereuterhöhe zu ertasten oder den Beginn des Drüsengewebes zu fühlen und dadurch ein wichtiges Merkmal der Tierberteilung zu bewerten.
 
Mit dem Klassenlehrer Herrn Dr. Harder haben die Schüler/innen zunächst die Lagerung der Silage besprochen. Außerdem wurde über Entnahmetechniken diskutiert und allgemeine Kennzahlen über das Grundfutter erarbeitet. Am Futtertisch hatten alle die Möglichkeit, mit Hilfe einer schriftlichen und mündlichen Anleitung, selbst eine Futterration mit einer Schüttelbox, zu beurteilen. Dabei wurde gezeigt, wie man die Struktur im vorliegenden Futter mittels „Ausschütteln“ bewerten kann.
In der Dritten Station hatten wir die Chance, einem erfahrenen Klauenschneider aus Dänemark zuzusehen. Bereitwillig erklärte er, welche Klauenkrankheiten vermehrt vorkommen und wie oft in seinen Augen Klauenpflege nötig sei. Mit seinem modernen, vollhydraulischen Klauenpflegestand, behandelt er gemeinsam mit einem Partner, bis zu 120 Tiere pro Tag.
Abschließend lässt sich festhalten, dass die Schüler/innen mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen aus der Praxis einen abwechslungsreichen Tag erlebt haben. Das Ziel, die Theorie aus dem Unterricht mit der Praxis auf dem Betrieb zu verknüpfen wurde erreicht. In diesem Sinne konnten alle Beteiligten zufrieden den Weg nach Hause antreten, um das neu erworbene Wissen auf den Ausbildungsbetrieben weiter zu festigen und zu vertiefen.
Wir freuen uns über einen gelungenen ersten Projekttag!
Die Klassenlehrer:
Frau Ledochowski und Herr Dr. Harder

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